Informationen zu "BROT für die Welt" und anderen Themen der Nachhaltigkeit

Stefan Daniel Zeeb ist "BROT-Botschafter" und veröffentlicht hier Informationen zu "Brot für die Welt" und anderen Themen der Nachhaltigkeit.

Als verantwortungsbewusste Menschen (und Christen) in der "westlichen" Welt sollten wir unsere Augen nicht vor der Armut und Ausbeutung der Mitmenschen in anderen Ländern verschließen.

Unser Projekt 2017/ 2018: Raus aus der Sklaverei - Kinderarbeit in Indien

Unsere Spenden für Brot für die Welt gehen in diesem Kirchenjahr an ein Projekt in Indien. "Raus aus der Sklaverei" nennt sich das Projekt und rettet indische Kinder aus sklavenähnlichen Arbeitsverhältnissen.

Trotz erheblicher Fortschritte im Kampf gegen die Kinderarbeit in Indien schuften immer noch Millionen Jungen und Mädchen unter sklavenähnlichen Bedingungen. Die "Bewegung zur Rettung der Kindheit" (Bachpan Bachao Andolan, BBA) befreit arbeitende Kinder, gewährt ihnen Unterschlupf und hilft ihnen, ein neues Leben zu beginnen.
Nach genau geplanten Befreiungsaktionen, in Kooperation mit der Polizei, kommen die Kinder z.B. in das Zentrum "Mukti Ashram" am Rande der Megastadt Delhi. Dort werden sie medizinisch untersucht, frisiert, eingekleidet und ernährt. Nach ein paar Tagen der Ruhe nehmen die Kinder an einem strukturiertem Tagesablauf teil. Regelmäßige Mahlzeiten, Schulunterricht, Gruppen- und Einzelgespräche aber auch Freizeitangebote und Gemeinschaftsdienste werden in der Zufluchtsstätte angeboten. Doch das Ashram ist nicht nur eine Zufluchtsstätte für die Kinder, sondern es werden auch die Eltern ausfindig gemacht. Sie werden zur Rede gestellt und es werden von ihnen Dokumente, wie z.B. Geburtsurkunden der Kinder, eingefordert. Die Eltern dürfen die Kinder erst zurück nach Hause holen, wenn sie die Kinderschutzrechte akzeptieren und einhalten. Auch zu Hause kontrollieren BBA-Mitarbeiter und das Jugendamt weiter die Situation.

Die BBA kümmert sich darum, dass die Arbeitgeber bestraft werden und die Kinder eine großzügige Entschädigungszahlung bekommen. Dieses Geld steht allein den Kindern zu, damit sie sich ihre weitere Ausbildung finanzieren können.

Kostenbeispiele:

Erstversorgung eines Kindes im Mukti Ashram (medizinische Untersuchung, Kleidung, Hygieneartikel, Essen): 35 Euro

Vorbereitung und Durchführung einer Befreiungsaktion pro Kind: 122 Euro

Monatsgehalt einer Sozialarbeiterin oder eines Lehrers im Mukti Ashram: 338 Euro

Buchvorstellung: "HIV-positiv - und wie damit leben?"

„HIV-positiv ... und wie damit leben? Erfahrungen und Reflektionen über die Kraft der Solidarität.“

Ein gesellschaftlich-politisches Sachbuch von Astrid Berner-Rodoreda und Renate Of. Herausgegeben von BROT für die Welt im Brandes & Apsel Verlag, Frankfurt am Main.

Das Buch ist eine Sammlung von Interviews, Berichten, persönlichen Erfahrungen und Stellungnahmen zum Thema HIV und Aids. Es lenkt den Blick auf die Erfahrungen und Sichtweisen von Betroffenen, die sich organisieren und für ihre Rechte eintreten. Es soll deutlich machen, dass wir alle von der Thematik betroffen sind und der Kampf gegen HIV noch lange nicht zu Ende ist. Die medizinische Aufklärung und Medikamentenentwicklung ist das Eine. Die Solidarität mit den von HIV betroffenen Menschen das Andere. 

Das Buch  ist nach einer Einleitung in fünf Themenschwerpunkte gegliedert. Jeder Themenschwerpunkt wird mit einer Zusammenfassung eingeleitet: Es folgen Interviews und Berichte. Die Themen sind folgende: Starke Frauen, Arbeit mit Männern, Kinder und Jugendliche, Kirche(n) und HIV, Menschenrechte und HIV. Am Schluss folgen Begriffs- und Abkürzungserklärungen und die Quellenangaben.

Zu den Autorinnen:

Astrid Berner-Rodoreda ist Ethnologin und Afrikanistin. Seit 18 Jahren bei Brot für die Welt tätig – in den letzten zehn Jahren als Beraterin zum Themenbereich HIV und Aids. Sie ist im Aktionsbündnis gegen Aids (AgA) und in internationalen Netzwerken tätig.

Renate Of ist Projektkommunikatorin bei Brot für die Welt im Bereich Afrika. Sie ist seit über zehn Jahren im Bereich Öffentlichkeitsarbeit zu HIV tätig.

Das Buch kann versandkostenfrei über die Website von BROT für die Welt bestellt werden:

www.brot-fuer-die-welt.de/shop/Entwicklungspolitik/Fachpublikationen/Buch-HIV-positiv-----8230--und-wie-damit-leben-.html

Bibliografische Bestelldaten:

Berner-Rodoreda, Astrid / Of, Renate
HIV-positiv... und wie damit leben?
220 S., 16,5 x 24 cm
Franz. Broschur, durchgängig vierfarbig

1. Auflage 2013
€ 19,90
ISBN 978-3-95558-003-2

Brandes & Apsel Verlag
Scheidswaldstr. 22
D-60385 Frankfurt a.M.
infodontospamme@gowaway.brandes-apsel.de
www.brandes-apsel-verlag.de

bestellbar unter www.brot-fuer-die-welt.de/shop

Artikelnummer: 129601360

Hier können Sie einen Flyer zu dem Buch z.B. für Schaukästen oder Pinnwände herunterladen.

Mehr Fairness auf dem Friedhof

Nach einem Artikel von Susanne Popp-Schnell in „Südzeit“, das Eine Welt Journal Baden-Württemberg, Sept. ´12, Nr. 54, S. 22 u. 23.

 

In Baden-Württemberg hat der Landtag am 20. Juni 2012 eine Neuerung des Bestattungsgesetzes verabschiedet. Danach dürfen Kommunen ihre Friedhofsatzungen ändern und Grabmale sowie Natursteine für Grabeinfassungen verbieten, die mittels ausbeuterischer Kinderarbeit gefertigt wurden.

Ausbeutung von Kindern ist durch nichts zu rechtfertigen. Deshalb sollten außereuropäische Steine mit dem XertifiX- oder FairStone-Siegel zertifiziert sein. Denn Benjamin Pütter hat als Kinderrechtsexperte von Misereor vor rund zehn Jahren in Indien Skandale aufgedeckt. Unter ausbeuterischen Bedingungen müssen dort Kinder und hochverschuldete Erwachsene in den Granitsteinbrüchen Grabsteine brechen.

Nach Schätzungen des Deutschen Naturwerksteinverbands sind mittlerweile 40 bis 50 Prozent der in Deutschland neu aufgestellten Grabsteine indischer Herkunft. Immer mehr Grabmäler werden von Industrieunternehmen entworfen und massenhaft in Indien gefertigt.

Viele Hinterbliebene wünschen sich polierte, leicht sauber zu haltende Grabsteine. Farbenprächtiger Granit aus Indien kommt diesen Wünschen optimal entgegen. Aufgeklärte Kunden interessieren sich allerdings schon lange für die Herkunft der Grabsteine.

Friedhofsämter sollten den Hinterbliebenen eine Beratung anbieten und ansässige Steinmetze freiwillig auf die Herkunft der Grabsteine hinweisen. Der Einsatz von Steinen aus der Region empfiehlt sich sowohl aus ökologischer, als auch aus künstlerischer Sicht. Denn ein Europäischer Stein wird nicht so weit transportiert und lässt viel mehr Kreativität in der Gestaltung zu.
Auf www.xertifix.de findet man weitere Informationen zu Vergaberichtlinien des Siegels und dem gleichnamigen Verein.